Feuer im Lene-Voigt-Park: Obdachlosen-Lager in Reudnitz geht erneut in Flammen auf

In der Nacht zum 10. November ist im Lene-Voigt-Park in Leipzig-Reudnitz ein Lager von Obdachlosen in Flammen aufgegangen. Anwohner hatten das Feuer gegen 2:20 Uhr bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Nur einen Tag später musste die Feuerwehr am Dienstagmorgen erneut ausrücken.
Wie das Feuer ausgelöst wurde, ist laut Polizei derzeit noch unklar. Personen kamen demnach aber beim ersten Brand nicht zu Schaden. Es wurden Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Mindestens ein Zelt ist vor Ort laut Radio Leipzig abgebrannt.
Nur einen Tag später war die Feuerwehr gegen 7:45 Uhr erneut zum ehemaligen Lokschuppen im Lene-Voigt-Park gerufen worden. Gegenüber der LVZ spricht die Polizei von einem Brand im Gebäude. Zudem musste eine Person aus dem Gebäude gerettet werden. Verletzt wurde demnach aber erneut niemand.
Das Zeltlager nahe des ehemaligen Lokschuppens im Lene-Voigt-Park existiert mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen in der heutigen Form etwa seit 2023 und ist in den letzten Monaten sichtbar gewachsen.
Verdrängung von Obdachlosen im Leipziger Osten?
Dies könnte mit der Verdrängung von Obdachlosen im Leipziger Osten zusammenhängen. So sind in den vergangenen Jahren immer mehr Rückzugsorte verschwunden. Dazu zählt beispielsweise die Karl-Krause-Fabrik in Anger-Crottendorf.
Zudem verzeichnet das Ordnungsamt der Stadt Leipzig seit einigen Jahren eine Häufung von Sucht- und Drogenkriminalität im Lene-Voigt-Park. Dies geht etwa aus dem Suchtbericht 2024 der Stadt hervor.
Quellen: Polizei Sachsen, Stadt Leipzig (Suchtbericht 2024), Reddit, Leipziger Volkszeitung, Radio Leipzig





